- Felsen Anfabrika und dessen Keller

  

17 m hohe, schöne rötliche Felsen. Am Fuß gibt es mehrere rechteckige Löcher: Hier hat es früher Keller gegeben, die schon vor langer Zeit verlassen wurden. Der unterste Teil liegt wie ein schmaler Felsblock über dem Wasser; vier Meter höher gibt es ein Loch bzw. einen Keller.

Der Felsen ist in und hinter dem Berg Rīgaskalns zu sehen. Typisch ist, dass sich im Felsen Keller erhalten haben, die für die Lagerung von Wein und Lebensmitteln verwendet wurden. Der historische Wert dieser Keller ist unmessbar. Ein geologisches und geomorphologisches Naturdenkmal nationaler Bedeutung.

Am Felsen Anfabrikas teilt die Schleuse den Fluss Līgatne in zwei separate Flüsse auf: Der eine hat die Aufgabe in die Gauja zu münden und hervorragende Lachs- und Lachsforellenlaichplätze zu sichern und der andere hat die Aufgabe, die Papierfabrik Līgatne mit einem für die Papierherstellung sehr wertvollen Rohstoff bzw. Wasser zu versorgen. Gerade das klare Wassers des Flusses Līgatne, dessen reißende Strömung und das Relief der Landschaft von Līgatne haben die Rigaer Unternehmer Konrad Justus Stroh (Konrāds Justs Štrohs) und Karl Kiber (Kārlis Kibers) im Jahre 1814 dazu bewegt, Pachtverträge von der Mühle des Gutes Paltmale und der anliegenden Grundstücke zu schließen, um den Bau einer Papiermanufaktur zu starten.

In der Umgebung des Felsens Anfabrikas gibt es die Gelegenheit, zusätzlich zu den Erzählungen über Felsen, Höhlen und Kellern, die ingenieurtechnischen Leistungen des 19. Jahrhunderts kennenzulernen. Hier sind Aquäduktstützen (Aquädukt im Bild unten), die noch vor knapp zweihundert Jahren für die Zustellung des Wassers von den alten Schleusen für die Versorgung der Anfabrika (Handfabrik) mit Wasser sorgte. Hier ist das Schleusen- und Kanalsystem zu sehen, das bis zum heutigen Tag zur Versorgung der Papierfabrik mit den nötigen Wasservorräten für die Papierherstellung dient. Und natürlich…. auch Felsen und Keller.